Vor kurzen warnte der US-Großaktionär Carl Icahn das die Börsen vor einer Kernschmelze stehen. Es soll sich an den Finanzmärkten ein Sturm zusammenbrauen der viel fatalere Auswirkungen als der Crash 2008 haben könnte. Der Investor erklärt weiter, durch die Niedrigzinspolitik der Notenbanken haben sich weltweit Investment-Blasen gebildet, welche durch eine Zinsanhebung der USA bald zerplatzen könnten.

Aber wie steht es wirklich? Ist die Situation so bedrohlich, wie sie von Icahn dargestellt wird?

In Deutschland sind sich die Experten eher uneinig, ob wir vor einer Kernschmelze stehen oder nicht. In diesem Artikel verraten wir dir was 3 Experten in einem Interview der businessinsider.de darüber meinen und was du jetzt tun solltest.

Bestseller Autor und Wirtschafts-Professor Max Otte von der Universität Worms dazu im Interview der businessinsider.de: „Im Prinzip hat Icahn völlig recht. Es sind alle Ingredienzen für eine sehr große Krise vorhanden. Allerdings ist das Niveau der Aktienkurse nicht extrem aufgebläht. Die USA sind überbewertet, viele andere Länder sind noch billig. Daher könnte es mit der Krise noch etwas dauern.“

Privatanlegern gibt er daher folgende Empfehlung: „Absolute Sicherheit gibt es nicht mehr. Auch Papiergeld ist durch Inflation und schleichende Enteignung bedroht. Eine gute Mischung aus Aktien, Gold, Immobilien und etwas Liquidität ist das Beste.“

Prof. Michael Hüter, Chef vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln meint im Interview der businessinsider.de dazu: „Das Gefahrenszenario, das der Starinvestor für die USA aufbaut, ist insbesondere für Deutschland stark übertrieben. Tatsächlich ist auch die Lage hierzulande geprägt durch ein außerordentliches Niedrigzinsumfeld inklusive Investitionsschwäche und hoher Unternehmenskapitalisierung.

Die deutschen Banken und Unternehmen durchlaufen jedoch einen Prozess des Deleveraging — sie verringern den Anteil der Schulden in ihrer Bilanzsumme. Dieser Umbruch ist so weit fortgeschritten, dass die Akteure heute eine wesentlich höhere Robustheit gegenüber möglichen Ausnahmesituationen aufgebaut haben als noch vor wenigen Jahren.

Die relevante Frage ist daher weniger die nach dem Crash als vielmehr die nach der Investitionszurückhaltung: Wenn Unternehmen ihre Unsicherheit nicht abschütteln können, steht uns dann ein jahrzehntelanges Niedrigwachstum — etwa nach japanischem Vorbild – bevor?“

Der mehrfache Bestseller Autor Dirk Müller dazu im Interview: „Icahn liegt absolut richtig. Die Risikofaktoren nehmen massiv zu und die Anzeichen deuten darauf hin, dass eine heftige Korrektur bevorsteht. Dafür sprechen zahlreiche wirtschaftliche Zusammenhänge, die im Hintergrund ablaufen, und die Icahn sicher auch kennt.

Nehmen wir zum Beispiel die extreme Wirtschaftsblase in China. Dort herrscht seit 25 Jahren ein Boom ohne zwischenzeitliche Abkühlung oder Korrektur. Das hat zahlreiche Fehlentwicklungen hervorgebracht, die man sich in einer Boomphase leisten kann. Nun steht aber möglicherweise die Korrektur bevor. Die chinesische Wirtschaft kühlt bereits ab. Die In- und Exporte aus China sind zuletzt stark gefallen und die chinesischen Währungsreserven sind allein im November um 87 Milliarden Dollar geschrumpft. Steigende US-Zinsen werden zu einem weiteren Kapitalabfluss Richtung Amerika führen und so Chinas Wirtschaft zum Einstürzen bringen. Das werden wir weltweit zu spüren bekommen.

Auch dass Carl Icahn keinen Zeithorizont für seine Prognose angibt, ist richtig. Wann genau der Crash kommt, kann niemand sagen. Bis es soweit ist, kann es möglicherweise noch zehn Jahre dauern. Oder es kann schon in den nächsten Jahren passieren. Der Crash wird jedenfalls unausweichlich kommen.“

Weitere Interviews zu Carl Icahn´s Warnung findest du hier.

Fazit: Nichtmal die Experten sind sich einig, ob es in nächster Zeit zu einem Crash kommt oder nicht. Ich denke mal, wenn schon darüber gesprochen wird, sollten bei einem die Alarmglocken zu läuten beginnen. Denn als ich im Herbst 2007 ein Aktien Seminar in Wien besuchte, meinte der Referent Markus Frick, es würde sich ein riesiger Sturm an der Börse zusammen brauen, er könne natürlich auch nicht sagen, ob es in ein paar Wochen oder erst in ein paar Monaten passieren würde, aber ein Crash wird kommen. Es hat dann nicht lange gedauert, denn wenige Wochen später braute sich dann wirklich ein Wirbelsturm zusammen, der im Herbst 2008 seinen Höhepunkt erlebte und für die Börsen und Unternehmen weltweit finstere Wochen der Kurseinstürze und Gewinneinbrüche bedeutete.

Was du daraus lernen kannst?

Streuen lautet die Devise. Wie Max Otte erwähnt hat, ist eine gute Mischung aus Aktien, Gold, Immobilien und etwas Liquidität das Beste. Ich finde, seit der Einführung und den Erfolg von Bitcoin, sollte man sich auch noch eine weitere alternative Anlagemöglichkeit, wie Kryptowährung, anschauen.

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